Beschreibung Vortrag
Mit Andreas Mauz
Peter Bichsel war als Angehöriger der 68er-Generation eine Ausnahme: Religion und Kirche waren für ihn weder ein Tabu noch ein Feindbild. Im Gegenteil: Er begegnet dem Christentum nicht nur mit kritischem Interesse. Er identifiziert sich mit ihm und nimmt es ernst als wesentlichen Faktor seiner Biographie und als bleibende existenzielle Herausforderung. Mit Dorothee Sölle sagt er: «Christsein bedeutet das Recht, ein Anderer zu werden.»
Bichsels besondere Wertschätzung gilt der Bibel und der christlichen Kultur des Lesens, aber auch der politischen Dimension des Glaubens. Das zeigen exemplarisch seine Laienpredigten. Wundert es da noch, dass er Ehrendoktor der Theologischen Fakultät Basel geworden ist?
Andreas Mauz bietet flankierend zur Ausstellung eine Einführung in Peter Bichsels komplexes Verhältnis zur Religion. Neben einschlägigen Beiträgen kommen auch unveröffentlichte Quellen aus dem Nachlass zur Sprache.
Andreas Mauz ist Literaturwissenschaftler und Theologe. Er hat Peter Bichsels Texte zur Religion herausgegeben (Über Gott und die Welt, 2009) und ist Mitinitiant des Vereins BÜRO BICHSEL.
Kooperation: Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz, Johann Wolfgang von Goethe-Stiftung
Basel
Kosten: Kollekte (Empfehlung CHF 20.- bis 30.-)